Pricing · Corporate Design
Was kostet ein Markenauftritt?
„Was kostet ein Markenauftritt?“ — die ehrlichste Antwort ist: es kommt darauf an, was Sie brauchen. Aber das ist keine Ausrede. Ein Markenauftritt ist kein Einzelposten, sondern ein modulares System aus Logo, Geschäftsausstattung, Web und optional Bildwelt. Je nachdem, welche Module zu welchem Zeitpunkt entstehen, liegt die Investition zwischen ungefähr 1.000 € und gut 14.000 €. Dieser Beitrag macht die Architektur und die Bandbreiten transparent — aus Designer-Sicht und mit konkreten Preisen, nicht mit Marketing-Sprech.
Hintergrund: Ich entwickle seit 2010 in Dresden Markenauftritte für Mittelstand, Selbstständige und Gründer. Was hier steht, sind realistische Werte für individuelles Design aus einer Hand — nicht für Generator-Logos oder Baukasten-Websites. Für eine erste Einordnung Ihres konkreten Projekts ist das Erstgespräch kostenlos.
Die drei Kosten-Treiber
Umfang. Wie viele Module gehören zum Auftritt — nur Logo, oder auch Geschäftsausstattung, Website, Bildwelt? Jedes Modul ist eine eigene Gestaltungsleistung mit eigener Recherche, eigenen Iterationen und eigener Übergabe. Wer mit drei Modulen startet, zahlt nicht das Dreifache von einem, weil Konzeptarbeit nur einmal anfällt — aber eben auch nicht den gleichen Preis.
Tiefe. Ein Reskin (vorhandenes Logo nur farblich auffrischen) ist etwas anderes als eine vollständige Markenentwicklung mit Positionierung, Wettbewerbsanalyse und Markenkern. Beides hat seine Berechtigung — aber wer Konzeptarbeit erwartet und Reskin-Preise zahlt, bekommt am Ende Reskin-Qualität. Die ehrlichere Frage ist: was braucht das Projekt wirklich.
Setup des Dienstleisters. Eine Agentur mit vier Beteiligten (Strategie, Konzept, Design, Production) hat höhere Strukturkosten und mehr Übergaben — das verteuert nicht nur den Preis, sondern verlängert auch die Wege. Beim Solo-Designer aus einer Hand sind weniger Übergaben, aber dafür auch weniger Parallelisierung. Beides hat seinen Sinn: kleine und mittlere Projekte laufen Solo meist schneller und schlanker, sehr große Konzern-Projekte brauchen Agentur-Struktur.
Die Bausteine — und was sie kosten
Sechs Module bilden den Standard-Markenauftritt. Hier die realistischen Einstiegs- und Bandbreiten-Preise für individuelle Gestaltungsarbeit:
Logo & Wortbildmarke — ab 650 €. Das Paket umfasst mehrere Entwürfe, Varianten (Farb-, Schwarzweiß-, Negativ-, kompakte Form), alle gängigen Dateiformate für Druck und Web sowie eine kurze Verwendungs-Dokumentation. Bei Start-ups und Gründern gibt es angepasste Pakete. Mehr Details: Logo-Design.
Geschäftsausstattung — 400–1.200 €. Visitenkarte, Briefbogen, ggf. Folgekarte, Rechnungsformular und einfache Drucksachen. Die Spanne hängt davon ab, wie viele Stücke ins Set kommen und ob Veredelung (Soft-Touch, Prägung, Naturpapier) gewünscht ist. Mehr dazu: Geschäftsausstattung-Design.
Screendesign Landingpage oder Mini-Website — ab 750 €. Reine Gestaltungsleistung für eine Landingpage oder eine kleine Website mit ein bis drei Seiten. Ohne Umsetzung im CMS — eignet sich, wenn die technische Implementierung beim Kunden oder einem anderen Dienstleister liegt.
Screendesign Unternehmenswebsite — ab 1.500 €. Vollständige Screendesign-Leistung für eine Unternehmenswebsite mit fünf bis zehn Seiten. Reine Gestaltung, ohne CMS-Umsetzung. Übergabe als pixelgenaue Mockups plus Style-Vorgaben.
Webdesign komplett (Design + Umsetzung) — ab 2.500 €. Konzept, Screendesign und Realisierung im CMS aus einer Hand. Damit gibt es keine Übersetzungsverluste zwischen Gestalter und Entwickler. Für Onlineshops liefere ich das Screendesign (z. B. für Shopware); Relaunches mit Inhaltsmigration oder besonders umfangreiche Sites liegen entsprechend höher. Übersicht der Pakete: Webdesign.
Bildwelt, Fotografie, Motion — auf Anfrage. Eigene Bildsprache, Produktfotografie für den Onlineshop, kurze Erklärfilme oder animierte Logo-Reveals sind Premium-Module und stark projektabhängig — Tagessätze und Setup-Kosten variieren je nach Aufwand.
Wer sich für die Grafikdesign-Leistungen insgesamt einen Überblick verschaffen möchte, findet dort die komplette Disziplin-Übersicht inklusive Print, Editorial und Icon-Design.
Drei typische Szenarien
Statt einzelner Modul-Preise hilft oft die Sicht auf konkrete Konstellationen. Drei typische Szenarien aus der Praxis:
Starter — 1.000 bis 1.500 €. Logo plus minimale Geschäftsausstattung (Visitenkarte und Briefbogen). Geeignet für Gründer, Soloselbstständige und Mikrobetriebe, die zunächst vom ersten Tag an professionell auftreten wollen — ohne sofort den kompletten digitalen Auftritt mit zu bauen. Eine Website wird ergänzt, sobald das Geschäft Tritt fasst. Beispiel-Konstellation: Corporate Design für Existenzgründer.
Standard — 3.500 bis 6.500 €. Logo, vollständige Geschäftsausstattung und eine Unternehmenswebsite mit Design plus Umsetzung. Der typische Auftritt für etablierte kleine und mittelständische Betriebe — Handwerk, Beratung, Praxen, Ingenieurbüros. Hier zahlt sich aus, dass Konzept und Umsetzung aus einer Hand kommen: Farbsystematik, Typografie und Tonalität ziehen sich durch alle Touchpoints, ohne dass Übergaben zwischen Gestalter und Entwickler die Substanz verwässern.
Vollausstattung — 6.000 bis 14.000 €. Standard-Paket plus Bildwelt (Fotografie oder konsequente Bildsprache), Style Guide oder Brand Manual, ggf. Motion-Elemente für die Website. Das Modell für anspruchsvolle Mittelständler, wachsende Unternehmen mit Marketing-Bedarf oder Marken, die in den nächsten Jahren skalieren wollen. Die obere Spanne erreicht man, wenn Fotografie als ganzes Bildwelten-Set produziert wird oder ein detailliertes Brand Manual mit Designsystem entsteht.
Die Spannen sind realistische Mittelwerte für die jeweilige Konstellation. Echte Einzelpreise klären wir im Erstgespräch, weil Detail-Entscheidungen (wie viele Seiten, welche Drucksachen, mit oder ohne Shop) deutliche Auswirkungen haben.
Was bei mir nicht extra kostet
Ein paar Punkte, die anderswo gern als Zusatzleistungen auftauchen, gehören bei mir zum Standardpaket — weil sie zur Arbeitsweise gehören, nicht zur Preisliste:
- Erstgespräch zur Umfangsklärung — kostenlos, eine halbe bis ganze Stunde, telefonisch oder vor Ort.
- Festes Angebot vor Projektstart — keine versteckten Posten, keine Stundenabrechnung am Ende mit Überraschungen.
- Konzept-Iterationen innerhalb der vereinbarten Phasen — Anpassungen am ersten Entwurf sind Teil des Prozesses, nicht ein Folgeauftrag.
- Persönlicher Ansprechpartner — vom Briefing bis zur Übergabe spricht derselbe Mensch mit Ihnen, der auch gestaltet.
Was diese Punkte praktisch bedeuten, beschreibe ich in Grafikdesign mit KI — vom Pixel-Schieber zum Dirigenten: Designer-Arbeit verschiebt sich gerade weg vom Stück-Werk hin zur orchestrierten Gesamtkomposition. Genau das macht den Solo-Ansatz in dieser Größenordnung wirtschaftlich.
Häufige Fragen zu den Kosten
Können Sie Festpreise nennen — nicht nur „ab“-Preise?
Können Sie Festpreise nennen — nicht nur „ab“-Preise?
Festpreise mache ich nach dem Erstgespräch, wenn der Umfang konkret ist: wie viele Logo-Varianten, welche Drucksachen, wie viele Seiten die Website hat, ob ein Shop dazukommt. Pauschale Listenpreise wären entweder zu hoch für kleine Projekte oder zu niedrig für komplexe — und beides wäre unfair. Die „ab“-Preise in diesem Beitrag sind realistische Untergrenzen, keine Lockangebote. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.
Was unterscheidet „ab 650 €“ Logo vom 99-€-Logo-Generator?
Was unterscheidet „ab 650 €“ Logo vom 99-€-Logo-Generator?
Ein Generator liefert eine Vorlage, die hundert andere auch nutzen — keine Recherche zur Branche, keine Variantenprüfung, keine Skalierbarkeit auf Geschäftsausstattung und Web. „Ab 650 €“ beinhaltet bei mir Briefing, mehrere Entwürfe, Iterationen, alle Dateiformate für Druck und Web, eine Mini-Doku zur Verwendung — und vor allem: ein Logo, das nur Ihre Marke trägt. Das ist nicht teurer, das ist eine andere Leistungsart. Mehr dazu unter Logo überarbeiten oder neu entwickeln.
Auf einmal zahlen oder in Raten?
Auf einmal zahlen oder in Raten?
Standard ist eine Drittel-Aufteilung: ein Drittel bei Auftragserteilung, ein Drittel nach Konzept-Abnahme, ein Drittel bei Übergabe. Bei kleineren Projekten unter 1.500 € reicht meist eine 50/50-Aufteilung. Bei Gründern und Start-ups bin ich offen für individuelle Lösungen — wichtig ist, dass das Projekt zu Ende geführt wird, nicht dass eine Rate auf Cent stimmt.
Was passiert, wenn ich mit einem Modul anfange und später erweitere?
Was passiert, wenn ich mit einem Modul anfange und später erweitere?
Genau dafür ist der modulare Aufbau gedacht. Wer mit Logo plus Visitenkarte startet, kann später Website und Bildwelt nahtlos aufsatteln — die Farbsystematik, Typografie und Bildsprache aus der ersten Phase wird einfach fortgeschrieben. Kombinierte Pakete sind dabei in der Summe günstiger als die Einzelmodule, weil Konzeptarbeit nur einmal anfällt. Wer absehbar in Phasen baut, sagt mir das im Erstgespräch — dann lege ich von Anfang an erweiterbar an.



