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Webdesign · SEO
Website-Relaunch ohne Rankingverlust — die Checkliste für 2026

Ein Website-Relaunch ist die Schnittstelle zwischen Webdesign und SEO — und genau hier entsteht der meiste Rankingverlust. Ein Relaunch kann ein Unternehmen sichtbar nach vorn bringen — oder über Nacht ein Drittel der organischen Sichtbarkeit kosten. Was den Unterschied macht, sind acht Entscheidungen, die vor dem Go-Live getroffen werden. Aus 15 Jahren Praxis als Webdesigner in Dresden & Radebeul — mit Schwerpunkt auf nachhaltigem Screendesign für KMU und Selbstständige: die Checkliste, die ich in jedem eigenen Projekt nutze, zuletzt z. B. beim Contao-Relaunch für das Ingenieurbüro Szabó.

Nicht jede Site, die alt aussieht, braucht einen Relaunch. Ein Themewechsel reicht oft. Echter Handlungsbedarf liegt vor, wenn drei oder mehr dieser Punkte zusammenkommen:

  • Die Mobile-Darstellung funktioniert nur unter Schmerzen.
  • Pflegeprozesse dauern länger als die eigentliche Arbeit.
  • Performance-Werte (Core Web Vitals) sind seit Monaten rot.
  • Das CMS bekommt keine Sicherheits-Updates mehr.
  • Die Marke hat sich verändert — Sprache, Logo, Bildwelt sind nicht mehr aktuell.
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Acht Schritte vor dem Go-Live

1. Bestand analysieren, bevor irgendwas umgebaut wird

Bevor ein einziges Wireframe gezeichnet wird: Welche Seiten ranken aktuell für welche Begriffe? Welche bringen Traffic, welche bringen Anfragen? Tools dafür: Google Search Console (kostenfrei) und ein Crawl-Tool wie Screaming Frog. Ohne diesen Schritt läufst du blind in den Relaunch.

2. URL-Struktur bewusst planen

Jede URL, die sich ändert, ist ein potenzieller Ranking-Verlust. Faustregel: Ändere URLs nur, wenn es wirklich besser ist. Wenn ja: Eine 1:1-Mapping-Tabelle alt → neu, gepflegt vor dem Go-Live. Saubere 301-Weiterleitungen sind kein Nice-to-have, sondern Pflicht.

3. Inhalte erhalten, dann verbessern

„Wir machen alles neu" ist meist die teuerste Option. Bestehender Content, der gut funktioniert, bleibt — und wird gezielt überarbeitet, nicht ersetzt. Was raus kann, wird mit 410 oder gezielten Redirects sauber abgewickelt.

4. Technik & Performance mitdenken

Bilder im richtigen Format (WebP, AVIF), keine 200-KB-Webfonts, lazy-loading außerhalb des Viewports. Ein Relaunch ist die beste Gelegenheit, Performance-Hypotheken loszuwerden. Ziel: LCP unter 2,5 s, CLS unter 0,1.

5. Schema, Sitemap, robots.txt aktualisieren

Nach dem Go-Live liest Google die Site neu. Strukturierte Daten (LocalBusiness, BlogPosting, FAQ), eine aktuelle XML-Sitemap und ein durchgesehenes robots.txt sind Pflicht — sonst dauert es Wochen, bis die neue Site verstanden wird.

6. Staging gegen Live testen

Ein Staging mit Passwortschutz und noindex, sonst doppelter Content. Vor Go-Live: alle externen Links checken, Formulare durchspielen, Cookie-Banner-Dialoge auf Datenschutz prüfen.

7. Go-Live mit Monitoring-Plan

Direkt nach Veröffentlichung: Search Console kontrollieren, Logs auf 404er prüfen, Performance-Werte der wichtigsten Landingpages messen. Die ersten 14 Tage sind kritisch — was hier auffällt, lässt sich noch sauber abfangen.

8. Nach 30, 60, 90 Tagen nachschärfen

Ranking-Verluste werden nicht am ersten Tag sichtbar. Ein Review-Termin nach 30, 60 und 90 Tagen — Vergleich mit dem Vor-Relaunch-Stand — gehört zum Projekt. Was nicht funktioniert, kommt zurück auf den Tisch.

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Häufige Fragen zum Website-Relaunch

Verliert man bei einem Website-Relaunch immer Rankings?

Nein — mit sauberer Vorbereitung bleibt das Ranking stabil oder steigt sogar.

Die meisten Sichtbarkeitseinbrüche passieren in den ersten 14 Tagen nach dem Go-Live — und sie sind in fast allen Fällen vermeidbar. Vier Stellschrauben entscheiden: bestehende URLs lückenlos kartieren, jede geänderte URL per 301-Weiterleitung umlenken, gut funktionierende Inhalte beibehalten und die Performance-Werte (Core Web Vitals: LCP, INP, CLS) messbar verbessern. Wer eine dieser Stellschrauben „auf später" verschiebt, riskiert einen Drittel-Traffic-Verlust, der oft Monate zur Erholung braucht. Mehr unter Webdesign.

Wie lange dauert ein Website-Relaunch?

Bei einer mittelgroßen Unternehmensseite realistisch 6–10 Wochen.

Wer den Zeitplan zu optimistisch ansetzt, korrigiert hinterher mehrfach — was teurer wird als ein realistisches Setup von Anfang an. Bei 15–40 Unterseiten plant man von der Strukturanalyse bis zum Go-Live etwa zwei bis zweieinhalb Monate ein, davon meist die Hälfte für Inhaltsarbeit (Texte, Bildauswahl, Strukturentscheidungen). Sites mit Onlineshop, mehreren Sprachen oder komplexer Funktionalität entsprechend länger. Aus 15 Jahren Praxis: Inhaltsarbeit wird systematisch unterschätzt — die ersten Wireframes liegen meist nach drei Wochen vor, die finalen Texte nach acht.

Was kostet ein professioneller Relaunch in Dresden?

Verlässliches Setup für ein KMU startet typischerweise zwischen 4.500 € und 9.000 €.

Drei Kosten-Variablen bestimmen die Größenordnung: Funktionsumfang (statisch vs. CMS-gepflegt vs. Onlineshop), Content-Aufwand (kommt das Material vom Mandanten oder muss es neu erstellt werden) und der Anspruch ans Screendesign. Solo-Selbstständige mit 8–15 Seiten beginnen oft unter 4.000 €, KMU mit 20–30 Seiten landen typischerweise zwischen 4.500 und 9.000 €, größere Mittelstands-Sites entsprechend höher. Vor jedem Angebot steht ein 30-Minuten-Gespräch zu Zielen und Ist-Zustand — sonst wird die Zahl entweder Bauchgefühl oder Übermaß.

Brauche ich für den Relaunch ein neues CMS?

Nicht zwingend — oft reicht ein gut gemachter Theme-Refresh.

Funktioniert dein aktuelles System verlässlich, lassen sich oft 60–80 % der Wirkung über reines Theme- und Performance-Refresh erreichen, ohne den Migrations-Aufwand und das Ranking-Risiko eines Plattformwechsels einzugehen. Anders sieht es bei Systemen aus, die keine Sicherheits-Updates mehr bekommen oder bei denen Hosting/Plugins regelmäßig Probleme machen — dann lohnt der Wechsel. Welches System dann sinnvoll ist, hängt vom Pflege-Szenario ab: Contao bei klassischen Unternehmensseiten mit hohem Anspruch an Strukturkontrolle, WordPress bei häufiger Inhaltsarbeit und Plugin-Bedarf, Kirby bei kleineren, sehr individuellen Sites.

Über den Autor

Dirk Rietschel — Kommunikationsdesigner Radebeul / Dresden, seit 2011 selbstständig. Ich begleite Unternehmen in Sachsen und überregional von der ersten Markenidee bis zum gepflegten Webauftritt. Wenn du über einen Relaunch nachdenkst, hilft oft ein 30-Minuten-Gespräch, um zu klären, was wirklich nötig ist.

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